Regionalportal Donau-Ries
Regionalportal Donau-Ries
  •  
    Macbook_Anzeige.jpg

    Regionalkonferenz 2014

    Landkreis will Engagement ausbauen

    Ergebnisse der Unternehmensbefragung vorgestellt – Bereits jetzt fehlen Arbeitskräfte im Landkreis

    Viele Betriebe im Landkreis Donau-Ries finden schon heute nicht mehr die passenden Fachkräfte. Das ist das Ergebnis einer Unternehmensbefragung, die im Frühjahr vom Regionalmanagement und dem Wirtschaftsförderverband Donau-Ries durchgeführt wurde. Dabei waren Betriebe zur Standortzufriedenheit, Beschäftigtenstruktur und zum Arbeitskräftebedarf befragt worden. Die Ergebnisse wurden nun im Rahmen der dritten Regionalkonferenz in Oettingen vorgestellt.

    Der stellvertretende Landrat Reinhold Bittner begrüßte im Namen von Stefan Rößle die über 150 Teilnehmer der Regionalkonferenz im Schloss Oettingen: „Das große Interesse am Thema und der Arbeit des Regionalmanagements zeigt klar, welch hohe Bedeutung die Fachkräftesicherung im Landkreis Donau-Ries hat“. Der Landkreis sei stark aufgestellt, dies zeigen Studien wie das Focus-Ranking „Lebensqualität“, bei dem der Landkreis Platz 3 eingenommen hat. Besonders erfreulich sei auch der Zuzug von 1.500 Personen seit 2011 in den Landkreis. Der Kreis wolle die Unternehmen jedoch stärker beim Thema Fachkräftesicherung unterstützen und habe daher unter der Federführung des Regionalmanagements einen Beirat Fachkräftesicherung aus Akteuren der Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung einberufen. Dessen erste Maßnahme war eine Unternehmensbefragung. Jetzt gehe es darum, gemeinsam die Mammutaufgabe Fachkräftesicherung zu bewältigen. Dabei will sich auch der Landkreis stärker engagieren.

    Der Domänendirektor der Fürst zu Oettingen-Spielbergschen Domanialkanzlei, Dr. Wippermann, begrüßte die Teilnehmer und informierte die Gäste über die Geschichte des Fürstlichen Hauses Oettingen-Spielberg und des Residenzschlosses.

    Hauptredner des Abends war Josef Rother, Prokurist der Firma GEFAK (Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung), der die Ergebnisse der Befragung präsentierte. Er führte aus, dass sich 561 Betriebe aus dem Landkreis beteiligt hatten. Mit 26 Prozent sei dies ein hoher Rücklauf. Besonders die große Beteiligung von Handwerks- und Kleinbetrieben sei erfreulich, da man genau hier ansetzen wolle.

    Hauptergebnis der Befragung ist, dass das Arbeitskräftepotenzial als wichtiger Standortfaktor angesehen wird, dieser Faktor für den Landkreis aber relativ schlecht bewertet wird. So konnten 44 Prozent der Betriebe bereits in der Vergangenheit eine Stelle nicht adäquat besetzen. Insgesamt geben 43 Prozent der Betriebe an, schon heute vom Fachkräftemangel betroffen zu sein. „Die Befragung zeigt klar, dass künftig große Engpässe bei Facharbeitern und Technikern zu erwarten sind“, so Rother.

    Die Befragung zeigt auch die zum Teil schon bekannten Stärken und Schwächen des Landkreises auf. So wurden Schulangebot, Kinderbetreuung oder auch Sport-, Freizeit- und Kulturangebot überwiegend positiv bewertet. Ebenso die Verfügbarkeit von Wohnfläche oder auch das Preisniveau. Weniger gut schneidet der Kreis bei Verkehrslage und Verkehrsanbindung bzw. Breitbandversorgung ab. Neben den fehlenden Arbeitskräften wird zudem die Nähe zu Hochschul- und Forschungseinrichtungen kritisiert.

    Regionalmanager Klemens Heininger, Moderator und Organisator des Abends, sieht Handlungsbedarf: „Wir werden diese Ergebnisse jetzt auswerten und einen Maßnahmenplan mit den Akteuren der Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung ausarbeiten“. Ansatzpunkte seien, über die bestehenden Angebote besser zu informieren und mehr betriebsübergreifende Maßnahmen durchzuführen. Er bedankte sich bei den Anwesenden für ihr Interesse und betonte, er stehe für Anregungen zur Verfügung.

    Die Regionalkonferenz ist eine Veranstaltung des Regionalmanagements im Landkreis Donau-Ries. Seit 2012 findet sie jährlich statt und behandelt aktuelle Themen der Regionalentwicklung.


    Ein Projekt des Regionalmanagements. Das Regionalmanagement des Landkreises Donau-Ries wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat und den Wirtschaftsförderverband DONAURIES e.V.