Regionalportal Donau-Ries
Regionalportal Donau-Ries
  •  
    Macbook_Anzeige.jpg
    Dorfladen_2.jpg

    Region wird digitaler und vernetzter

    In Deiningen ist erster kostenfreier BayernWLAN-Hotspot freigeschaltet

    In diesem Jahr fördert das bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat die Einrichtung von kommunalen WLAN-Hotspots. Damit soll die Region noch digitaler und vernetzter werden. Dabei geht es nicht ausschließlich um touristische Standorte, sondern auch um die Verbesserung des freien WLAN-Angebots für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort in den Kommunen. Das Konversionsmanagement des Landkreises Donau-Ries koordiniert diesen Prozess. In der Gemeinde Deiningen ist nun der erste kostenlose Hotspot in Betrieb.

    Die Digitalisierung des ländlichen Raums wird durch ein Förderprogramm des bayerischen Heimatministeriums in diesem Jahr stärker in den Fokus genommen. Dabei sollen vor allem Kommunen bei der Einrichtung von öffentlichen WLAN-Hotspots unterstützt werden. Das Staatsministerium möchte damit eine digitale Chancengleichheit im ländlichen Raum gewährleisten und diesen Standortvorteil unterstützen. Ein positiver Nebeneffekt des so genannten „BayernWLAN“ ist der zentrale Jugendschutzfilter sowie die vertrauenswürdige Quelle für den Endnutzer. Dabei stehen nicht nur touristische Hotspots als mögliche Standorte auf dem Programm. So sollen vor allem in den Kommunen, für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort, WLAN-Hotspots geschaffen werden – sei es in einem Gemeinschaftshaus, auf dem Dorfplatz oder im örtlichen Rathaus. Damit ist dieses Programm auch für kleinere Gemeinden, fernab von Museen und Schlössern, interessant. So hat die Gemeinde Deiningen nun einen ersten kostenlosen Hotspot am Rathausplatz bei der Geopark Ries Infostelle in Betrieb genommen. Deiningens Bürgermeister Wilhelm Rehklau dazu: „Uns war dieser zentrale Standort besonders wichtig um barrierefreien Internetzugang für alle Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten.“ Das Konversionsmanagement sammelt die Vorschläge der Kommunen, um eine rasche Umsetzung zu gewährleisten und die Kommunen zu unterstützen. Für die Kommunen werden kostenlose Werbematerialen wie Hinweisschilder und Aufkleber zur Verfügung gestellt.

    Die Vorteile von BayernWLAN
    Die Vorteile des offiziellen „BayernWLAN“, welches Kommunen anbieten, sind vielfältig. Die Endnutzer können kostenfrei, sicher, unbegrenzt und anonym im Internet surfen. Zudem wird dieses WLAN-Netz für das Endgerät als vertrauenswürdige Quelle erkannt und wählt sich automatisch wieder ein, wenn es sich im Sendebereich eines Hotspots befindet – egal wo. Für Menschen, die sich keine Mobilfunkflatrate leisten können, stellt dieses Angebot ein Stück digitale Chancengleichheit dar. Besonders wichtig ist der zentrale Jugendschutzfilter, den das „BayernWLAN“ bietet.

    Standortfaktor für den ländlichen Raum
    Die Digitalisierung stellt einen erheblichen Standortfaktor im ländlichen Raum dar. Sei es für die Gewerbeansiedlung oder die private Entscheidung für einen Standort. Ein Großteil der Firmen setzt heute im Alltagsgeschäft auf digitale Produkte und Dienstleistungen. Dafür ist ein gut ausgebautes Netz Voraussetzung. Aber vor allem für Innenstädte mit vielen Geschäften und hoher touristischer Frequenz ist die Schaffung eines freien WLAN-Netzes interessant und notwendig. Viele touristische Produkte wie beispielsweise die „Lauschtouren“ in der Region funktionieren mit einem umfassenden freien WLAN-Netz reibungsloser, für ausländische Touristen ausschließlich so, wenn sie sich kein Abspielgerät bei einer Tourist Information ausleihen wollen. Dies gilt auch für viele weitere Produkte im Einzelhandel. Hier wird schon heute vermehrt auf Rabattcodes, Gutscheine und Punktesysteme via Smartphone gesetzt und nicht jeder Endnutzer hat ein mobiles Netz verfügbar. Zudem kann dieses mobile Netz durch die Nutzung eines freien WLAN Angebotes „geschont“ werden, was Gastronomiebetriebe häufig zur Kundenwerbung nutzen. Für die Hotellerie ist dies bereits Standard.
    Eine Kommune, die ihr Zentrum für alle Endnutzer digital und vernetzt hält, wird langfristig ihre Attraktivität hochhalten können. Konversionsmanagerin Barbara Wunder dazu: „Für die junge Generation ist es heute selbstverständlich, dass schnelle Verbindungen und freie WLAN-Netze auch an öffentlichen Plätzen und Gebäuden vorhanden sind.“ Das Konversionsmanagement des Landkreises Donau-Ries hat als Handlungsbereich das Thema Digitalisierung inne. Auch Landrat Stefan Rößle weiß um den Nutzen und die Notwendigkeit eines öffentlichen WLAN-Netzes für Bürgerinnen und Bürger sowie Touristen. Er betont: „Dieses Programm kann als Ergänzung zu bereits bestehenden Initiativen gesehen werden. Ein umfassendes Netzwerk ist ein großer Vorteil für die Region und für unsere Zukunftsfähigkeit ungemein wichtig“.