Regionalportal Donau-Ries
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    Klaus Stubenrauch, Jugendleiter des Hoppinger SV

    Kleiner Verein – großer Erfolg

    Was macht den Jugendfußball des Hoppinger SV so einzigartig? Klaus Stubenrauch, Jugendleiter des jetzt 50-jährigen Traditionsvereins, weiß es genau: „Man lernt verschiedene Kulturen kennen. Die Mentalitäten der Jungs sind ganz unterschiedlich.“ Das – gepaart mit Freude am Sport und an der Gemeinschaft – ist es ihm wert, diesem Ehrenamt einen Löwenanteil seiner Freizeit zu schenken. Außerdem half der Verein auch ihm selbst, im Landkreis so richtig heimisch zu werden – ihm, der aus der Pfalz stammend eigentlich nur ein Jahr bleiben wollte.
    „1991 hieß es in der MBB-Niederlassung Speyer, wo ich arbeitete: Die Hubschrauber gehen nach Donauwörth, wer geht mit?“, erinnert er sich. Klaus Stubenrauch, zuhause in Rülzheim in der Südpfalz, sagte zu. Der EDV-Techniker und Technische Redakteur, damals Mitte 20, war von Hubschraubern fasziniert und hoffte, durch eine kurze Zeit in Donauwörth beruflich voranzukommen. Also suchte er sich ein Zimmer in Harburg und pendelte wochenends in die Heimat, so oft es ging. Dann aber lernte er eine Nachbarin kennen und lieben. Seine Brigitte ließ ihn nicht mehr ziehen, die Hochzeit und zwei Söhne folgten. Im Unternehmen, das heute Airbus Helicopters heißt, fand er beruflich sein Glück, in Ebermergen bauten die Stubenrauchs ihr Haus.
    „Zum Verein Hoppinger SV kam ich eher durch Zufall“, erinnert sich Stubenrauch – das passierte im Jahr 1998 über sein Hobby Kegeln. Später fiel ein Trainer gesundheitsbedingt aus und er sprang als Aushilfstrainer ein. Seine eigenen Söhne kickten bald begeistert mit, so führte eins zum anderen. Als Jugendleiter kann Klaus Stubenrauch nicht nur in den Mannschaften, sondern für den ganzen Verein eine Menge bewegen, was ihn sehr freut.
    Es geht nicht darum, der neue FC Bayern München zu werden, betont er. „Wir brauchen keine Riesentalente, die alle weggehen. Wir freuen uns, wenn unsere Talente in der Region bleiben“, meint er. Außerdem gelte: „Wenn ein Verein, der zu einem Ortsteil mit 300 Einwohnern gehört, 180 Mitglieder hat, ist das doch gut!“ Und Bürger und Politiker hinter dem Verein stehen … Dass dem so ist, zeigte sich nicht zuletzt bei der 50-Jahr-Feier im Juni.

    Grund zum Feiern gab es auch sonst genug in den letzten Jahren, berichtet der Jugendleiter. „2012 wurde die JFG (Junioren-Förder-Gemeinschaft) Region Harburg gegründet und 2014 war das erfolgreichste Jahr des Hoppinger SV überhaupt“, nennt er als Beispiele. Er selbst bewarb sich für den Verein um Förderungen und tatsächlich bekam der Hoppinger SV Förderpreise von der Commerzbank Bayern, der Raiffeisenbank und PSD-Bank München verliehen. Vom Bayerischen Fußballverband gab es obendrein die Auszeichnung „Goldene Raute“, unter anderem für die hervorragende Jugendarbeit. Auch sportlich läuft es oft prima. Zu noch mehr Toren und Siegen soll die frisch vereinbarte Kooperation der JFG Region Harburg mit dem TSV 1860 München beitragen.
    Auf noch einem Gebiet sammelt der Hoppinger SV Punkte – in Sachen Integration von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund. Seit 2015 kicken hier auch einige Flüchtlinge. Klaus Stubenrauch findet das super, denn: „Wer bei uns Fußball spielt, kommt zu 90 Prozent nicht auf die Idee, Blödsinn zu machen. Er fühlt sich schneller wohl und lernt die Sprache leichter.“ Und wer weiß: Der eine oder andere wächst ja vielleicht auch einmal in ein Ehrenamt beim Verein hinein – wie Klaus Stubenrauch selbst nach seiner erfolgreichen Integration in den Landkreis Donau-Ries.