Regionalportal Donau-Ries
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    Sagen & Legenden Nördlingen

    Tür 16: „So, G‘sell, so!“

    1440 soll Graf Hans von Oettingen versucht haben, die Reichsstadt Nördlingen zu überfallen. Deshalb habe er Türmer und Wächter des Löpsinger Tores bestochen, dass sie drei Nächte hintereinander Brücke und Tor unversperrt lassen sollten. In der dritten Nacht endlich, als der Graf mit viel Kriegsvolk schon nahe vor die Stadtmauer gezogen war, um Nördlingen im Handstreich zu überfallen, zu brandschatzen und zu plündern, habe ein Lodweber beim Löpsinger Tor, der noch spät abends arbeitete, seine Frau um einen Krug Bier oder Wein geschickt. Da habe die Frau gesehen, wie sich eine herumlaufende Sau an den Torflügeln des Löpsinger Tores rieb, die sich dadurch öffneten. Die Frau habe die Sau mit dem Zuruf "So, G`sell, so!" vertrieben, und dann habe sie sogleich voll Schrecken ihrem Mann von der Gefahr berichtet. Dieser habe Lärm geschlagen, woraufhin der Bürgermeister hatte Sturm läuten lassen und alle Mannschaft auf die Mauern befohlen. Die verräterischen Torwächter seien bei Würfelspiel und Wein ergriffen und später geviertelt, ihre beteiligten Frauen ertränkt worden. So habe eine Sau die Stadt gerettet.