Regionalportal Donau-Ries
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    Stadtplatz Oettingen
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    Sommergefühl in der Rieser Natur, Heidi Källner.jpg
    Schäfer am Mähhorn mit Blick ins Ries, Josef Kessler.jpg
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    Sagen & Legenden Wechingen

    Wechinger Bohnenstengel

    Die Wechinger waren immer schon dafür bekannt, ausgiebige Kirchweihfeste auszurichten. Das wußte man nicht nur im Ries, sondern auch weit darüber hinaus. Als sie nun wieder einmal zu einem solchen großen Fest einluden, kamen so viele Gäste von weither, daß die Zahl der Auswärtigen außerhalb des Rieses die der näheren Umgebung bei weitem übertraf. Die von weither gekommen waren, konnten sich gar nicht genug darüber wundern, wie auffällig dünn und mager die Waden der Wechinger Bauernburschen waren. Für die Einheimischen und die von der näheren Umgebung bedeutete das nichts Außergewöhnliches! Es war praktisch ein Merkmal ihrer Herkunft. Die Fremden aber fanden dafür keine Erklärung, bis einer schließlich meinte, die mit besonderm Stolz vorgezeigte Wadenlosigkeit käme vielleicht daher, daß die einheimischen Bauersleute möglichst enge Strümpfe und Schaftstiefel bis weit übers Knie hinauf bevorzugten und so die Beine keine Möglichkeit hätten, sich richtig zu entwickeln. Und weil die Wechinger auf ihre dünnen Beine auch weiterhin so stolz waren und bald wie auf Stelzen daherkamen, erhielten sie von den Auswärtigen den Spitznamen „Bohnenstengel“, der ihnen bis auf den heutigen Tag geblieben ist.